Posttaxen
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Posttaxen

1699 wurde am brandenburgischen Hof in Berlin eine Postordnung eingeführt.Diese enthielt einen genauen Nachweis der Portosätze für Briefe von Berlin in jeden brandenburgischen Ort.Gestaffelt war dies nach Gewicht und Entfernung.

Brief bis 16 Gramm ( 1 Postlot) kostete 1 Groschen.( von Berlin bis Potsdam 1 Groschen)

Diese wurde eingeführt von Oberpostdirektor Baron von Schmettau. 

19.12.1712 wurde eine besondere Taxe eingeführt „ Acteb-Taxe“.

 Grundlage war das Lot und das Pfund.
 Von 1 – 4 Lot – kosten doppelte eines einfachen Briefes ( entsprechend der jeweiligen Entfernung vom Absender zum Empfängerort).

Eine Sendung bis 40 Pfund kostete das 53 fache.Jedes zusätzliche Pfund  Gewicht rechnete wie einfachen Briefporto.

 

Ab Beginn der Franz. Postadministration in Preußen erließ Friedrich II. am 11.04.1766 ein Edikt für eine neue Portoregelung.Diese trat am 01.07.1766 in Kraft.Seitdem kostete ein einfacher Brief bis zu einer Entfernung von 4 Meilen 1 Groschen.Bei weiteren Strecken sanken die Gebühren proportional zur Entfernung, zb. Von Berlin nach Frankfurt Oder (11 ¾ Meilen ) = 1 Groschen 6 Pfennige, bis Königsberg in Preußen (92 ¾ Meilen)= 5 Groschen 6 Pfennige, bis Memel ( 132 ¼ Meilen)= 8 Groschen

Ab 01.01.1825 neue Portosenkung in Preußen 

Das Porto für einen einfachen Brief, mit einen Gewicht von ¾ lot kostete ab Berlin

bis 2 Meilen = 1 Silbergroschen

von 2-4 Meilen = 1 1/2 Silbergroschen

von 4-7 Meilen = 2 Silbergroschen

von 7-10 Meilen = 2 ½ Silbergroschen

von 10-15 Meilen = 3 Silbergroschen

für alle 10 weiteren Meilen = 1 weiteren Silbergroschen

Briefe mit dem Gewicht

bis 1 Lot - 1 ½ fache Porto

bis 1 ½ Lot – 2 fache Porto

bis 2 Lot – 2 ½ fache Porto

bis 2 ½ Lot – 3 fache Porto

ab jeden weiteren ½ Lot mußte die halbe einfache Gebühr bezahlt werrden.

Ab dem 18.04.1844 änderten sich die Portosätze für die Entfernung bei gleichbleibenen Gewichtsstufen.Danach betrug das Porto für einen einfachen (3/4 Lot schweren) Brief:

bis 5 Meilen = 1 Silbergroschen

bis 10 Meilen = 1 1/2 Silbergroschen

bis 15 Meilen = 2 Silbergroschen

bis 20 Meilen = 2 ½ Silbergroschen

bis 30 Meilen = 3 Silbergroschen

bis 50  Meilen = 4 Silbergroschen

bis 100 Meilen = 5 Silbergroschen

über 100 Meilen = 6 Silbergroschen

1848 wurde für die 1844 eingeführten Entfernungsstufen dir Beförderungsgewichte angepasst.

von ¾ bis 1 Lot - 1 ½ fache Porto

von 1 bis 1 ½ Lot – 2 fache Porto

von 11/2 bis 2 Lot – 2 ½ fache Porto

von 2 bis 8 Lot – 3 fache Porto

von 8 bis 16 Lot – 4 fache Porto

über 16 Lot - 4 fache Porto

Mit der Bildung der preußischen Ober-Post-Direktionen am 01.01.1850 wurden die Portosätze für die Briefsendungen erneuert.

Briefe bis einem Zollot kosteten:

bis 10 Meilen – 1 Silbergroschen

von 10 bis 20 Meilen – 2 Silbergroschen

über 20 Meilen – 3 Silbergroschen

Briefe mit einen Gewicht:

bis 1 Zollot – 1 fache Porto

von 1 – 2 Zollot – 2 fache Porto

von 2 – 3 Zollot – 3 fache Porto

von 3 – 4 Zollot -  4 fache Porto

von 4 – 8 Zollot – 5 fache Porto

von 8 – 16 Zollot – 6 fache Porto

über 16 Zollot bis zur Höhe des Packetportos

21.12.1860 wurde das Höchstgewicht für Briefe auf 15 Zollot festgelegt.

21.12.1861 gab es in Berlin/Preußen nur noch 2 Gewichtsstufen für die Briefsendungen.

bis 1 Lot – 1 fache Porto

über 1 Lot – das doppelte Porto

 
Berliner PA und Ub auf Nr 41
 
Zeitraum 1880 - 1890 auf der Nr. 41
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